4 Spiele – 4 Siege

Was nach makellosem Saisonstart klingt, beweist sich bei näherem Hinschauen als recht opferreiche Bilanz. Galten die beiden Satzverluste gegen die  Aufsteiger Petershagen und Cottbuser VV noch als kleine Kratzer im Lack, so könnte man das 3:2 im Spiel gegen den MSV Zossen schon als mittlere Beule sehen. Der geneigte Leser erinnere sich: In der vergangenen Saison hatte der SVE die meisten Siege, aber durch die Vielzahl von mit Punktverlust bewerteten 3:2 Spielen am Saisonende das Nachsehen.

Andererseits darf man nicht vergessen, dass auf der anderen Seite auch Mannschaften stehen, die keinesfalls freiwillig Punkte abgeben und die das Volleyball Spielen auch gelernt haben.

 

Aber der Reihe nach:

Zum Saisonauftakt bekamen wir es zunächst mit dem SV BW Petershagen/Eggersdorf zu tun. Der Aufsteiger überraschte uns im ersten Satz mit druckvollem Spiel gleich mal mit 20:25. Erst danach bekamen wir überwiegend über die schnelle Mitte allmählich Zugriff auf das Spiel. Mit 25:20, 26:24 und 25:23 zitterten wir uns zum 3:1 und ernteten die ersten 3 Punkte der Saison.

Gegen den Cottbuser VV II – ebenfalls Aufsteiger – sollte es aber nicht dazu kommen, so jedenfalls der Plan. Einigermaßen mühelos holten sich die SVE’ler die Sätze eins und zwei (25:17, 25:10), ehe uns der CVV II mit 18:25 mal eben fürs Rumschludern bestrafte. Schließlich konnte mit einem ungefährdeten 25:15 der zweite 3-Punkte-Erfolg gesichert werden.

 

Ähnlich am 2. Spieltag: Eine im Vergleich zum Vorjahr verjüngte Netzhoppers-Truppe machte unzählige einfache Fehler und stellte uns in den ersten beiden Sätze kaum auf die Probe (25:21, 25:10). Dann kehrte sich das Blatt und wir schauten schon einigermaßen blöd aus der Wäsche, denn der dritte Satz gehörte mit 25:21 den Gästen aus KW. Aber auch hier fanden wir zurück ins Spiel und waren mit 25:10 erfolgreich.

Der zweite Gegner, der MSV Zossen brachte dagegen gefühlt 300 Jahre Volleyballerfahrung mit und ist auch eine der wenigen Mannschaften, gegen die wir in der vergangenen Saison beide Spiele abgeben mussten.

Die “alten Hasen” bestachen mit einer nahezu fehlerfreien Annahme und hervorragend eingestellter Feldabwehr – Block inbegriffen. Im ersten Satz noch gleichauf bis in die Crunchtime beendeten nach der Auszeit von Zossen (23:22) zwei Fehler unsererseits den Satz (22:25). Was von Anfang an möglich gewesen wäre, beweist das Ergebnis des zweiten Satzes. Mit überragendem Einsatz in der Feldabwehr, angeführt von Libero Pinkas, ging Satz 2 mit 25:15 nach Cottbus. Wer jetzt mit leichtem Spiel für Cottbus rechnete, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Zossen schlug mit 25:17 zurück. Damit hatte das Leiden aber ein Ende. Zurückerinnert an den zweiten Satz gelang den Cottbusern nun deutlich mehr. Mit 25:15 und 15:10 wurden die immer mehr mit dem Schiedsgericht hadernden Zossener niedergerungen. Ein packendes Spiel und wahrlich ein hartes Stück Arbeit für uns. Wieder ein gewonnenes Spiel – ja, die Beule eines abgegebenen Punkte jedoch bleibt.

 

Ein Wort noch zum Umgang mit dem Schiedsgericht: Wenn so erfahrene Spieler und Trainer, wie das Zossen eben hatte, in dieser Art und Weise mit jungen Schiedsrichtern umgeht, wird mir Angst und Bange.

Jeder Spielzug wird durch einen Fehler eines Spielers beendet und mit einem Punkt für die Anderen bestraft. Dann wird aufgemuntert und aufgebaut. Warum müssen die wenigen Fehler des Schiedsgerichtes vorwurfsvoll und aufgebracht kommentiert werden?

Keiner ist als A-Lizenz-Schiedsrichter mit fehlerfreien 2000 Spielen Erfahrung zur Welt gekommen!!! Also bitte, gebt gerade den jungen Schiedsrichtern das Gefühl, dass es nicht eine Strafe ist, ein Spiel zu leiten.

 

Boschi