Nach dem durchwachsenen Spieltag zum Ende des letzten Jahres in Zossen (3:2 gegen Schulzendorf und 1:3 gegen den MSV Zossen) bekamen wir zu Beginn des Jahres 2026 mit dem SC Potsdam III und dem Schlusslicht VC Luckenwalde zu tun. SC Potsdam III präsentierte sich angesichts des spannenden Hinspiels unerklärlich schwach und stellte sich beim 3:0 kaum als Herausforderung dar. Die Luckenwalder bereiteten uns dagegen mächtige Sorgen. Unterschätzt von uns, hoch motiviert vom Gastgeber? Keine Ahnung, mit ihrem überragenden Angreifer Richard Dalbock (früher in höheren Ligen als Zuspieler unterwegs) verursachten die Luckenwalder beim SV Energie so Einiges an Kopfzerbrechen. Irgendwie und irgendwann ging dieser Angriffsmaschinerie dann doch die Luft aus – oder: unserem Zuspieler wurde noch rechtzeitig bewusst, dass es 3 Angriffspositionen gibt. Ende vom Lied: mit blauem Auge (3:2) aus der Nummer rausgekommen.
Gleich eine Woche später dann auf dem Papier der Hammerspieltag: Tabellenführer TSGL Schöneiche IV und Wundertüte SV 94 Elsterwerda zu Gast in Cottbus.
Von Elsterwerda berichtet die gesamte Südbrandenburger Volleyballszene ehrfurchtsvoll von einem sagenumwobenen Überflieger, einem Mann, der alles zu 100% reinkloppt … naja, und was man sich sonst noch am Lagerfeuer alles erzählt.
Aber in der Tat, der Mann ist gut. Zumindest hat er federführend dafür gesorgt, dass Schöneiche – zwar knapp in Sätzen – aber schließlich deutlich mit 0:3 gerupft wurde. Das Spiel des SV Energie gegen den Tabellenführer Schöneiche braucht abgesehen von der ersten Hälfte des ersten Satzes kaum erwähnt werden. Schöneiche kloppte so ziemlich alles beim Aufschlag ins Netz oder ins Aus. Das eigentliche Problem: Man musste nur regelmäßig zwei Aufschläge in Folge haben – um den Rest kümmerte sich Schöneiche. Klares 3:0 für den SV Energie.
Elsterwerda war an dem Tag dann ein ganz anderes Kaliber. Wenn nötig, wurde der Außenangreifer Niklas Krolow bemüht, der machte mit Energie, was er wollte. Zumindest am Anfang. Bis, ja bis unser Libero Pinkas Gefallen an dem Battle fand und die Herausforderung annahm. Einige male bekamen wir ihn im Block, immer öfter der Libero in der Feldabwehr … es wurde ein richtig ansehnliches Match. Leider, zum Ende – nach eigentlich von Energie schon gewonnen, dann Entscheidung zurückgenommen … – in der Verlängerung dann mit einem nicht gesehenen Touch mit 2:3 (23:25, 25:21, 33:31, 25:27, 17:19) verloren gegangen.
Nichts für ungut, das war eines der packendsten und spannendesten Spiele, dass unsere junge Mannschaft je ablieferte.
Und nur für den Krümelkacker: mit 123:123 Bällen ging das Spiel eigentlich unentschieden aus – das hätte das Spiel aber auch verdient.
Nun haben die Männer der ersten Energievertretung im ersten Landesligaspieljahr nur noch 2 Spieltage auf dem Kalender. Und die Situation stellt sich einerseits überraschend positiv, andererseits auch brutal spannend dar. Aktuell auf dem 4. Platz mit nur 4 Punkten Rückstand auf den Ersten …. allerdings auch mit der Möglichkeit bis auf den 8. Platz (evtl. Relegation) zurückzufallen, wenn alles schlecht läuft.
Im Rückblick: Im Laufe der Saison gab es neben einigen wundervollen Überraschungen auch derbe Dämpfer. Da sind zum Ersten die beiden Erfolge gegen die ambitionierte Mannschaft der TSGL Schöneiche (3:2 und 3:0) und kaum zu erwartend gegen den SC Potsdam III (3:2 und 3:0) zu nennen. Auch die Schulzendorfer – weit unter Wert unterwegs – bekamen mit 3:0 und 3:2 ihr Fett weg. Zum Zweiten hat der SV Energie gegen den MSV Zossen und gegen den VSV GW Erkner in beiden Vergleichen nicht einen Punkt erzielt. Aber geschlachtet wurden wir dabei keinesfalls.
Gegen den “Rest” der Liga (Fürstenwalde, KWH III, Luckenwalde, Elsterwerda) wurde verhalten beständig gepunktet – zusammen 7 Zähler.
Und genau diese Mannschaften stehen an den letzten 2 Spieltagen noch auf dem Spielplan. Dort wollen wir den Klassenerhalt dann endgültig sichern.
Termin: 28.2., Heimspiel gegen Fürstenwalde und Netzhoppers KWh III