Nach dem fünften Landespokalsieg in Folge durfte der SV Energie Cottbus im Regionalpokal Nord-Ost um den nächsten Titel kämpfen. In einem Teilnehmerfeld mit vier Mannschaften warteten mit dem TSV Rudow, dem BBSC II und dem USV Halle gleich mehrere bekannte Gegner aus der Dritten Liga. Am Ende eines kräftezehrenden Turniertages stand für den SV Energie der zweite Platz zu Buche.
Im ersten Halbfinale trafen die Cottbuserinnen auf den Ligakonkurrenten TSV Rudow. Dabei stand zunächst vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie gut die Mannschaft die Belastung des Vortages weggesteckt hatte. Der Start verlief alles andere als optimal: Den ersten Satz verschlief der SV Energie komplett und musste zunächst befürchten, dass Rudow die Partie deutlich für sich entscheiden könnte.
Doch die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion. Mit einer zunehmend stabilen Block- und Abwehrleistung kämpften sich die Cottbuserinnen zurück ins Spiel und übernahmen immer mehr die Kontrolle. Lediglich zu viele Aufschlagfehler verhinderten deutlichere Satzergebnisse und hielten Rudow länger in der Partie, als es aus Cottbuser Sicht nötig gewesen wäre. Am Ende stand dennoch ein verdienter und souveräner 3:1-Erfolg sowie der Einzug ins Finale.
Im zweiten Halbfinale lieferten sich der BBSC II und der USV Halle ein Duell auf Augenhöhe. Nach fünf umkämpften Sätzen setzte sich schließlich der BBSC II durch und sicherte sich damit das Finalticket.
Im anschließenden Finale trafen somit zwei Drittligisten aufeinander. Es entwickelte sich ein zähes und intensives Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Zahlreiche starke Abwehraktionen und lange Ballwechsel prägten die Begegnung und verlangten beiden Teams körperlich wie mental alles ab. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, sodass die Entscheidung erneut im fünften Satz fallen musste.
Dort waren es letztlich zwei oder drei kleine Fehler zu viel, die den Ausschlag zugunsten des BBSC II gaben. Der SV Energie kämpfte bis zum Schluss, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben und mit dem Titel des Vize-Regionalpokalsiegers zufrieden sein.
Auch wenn der ganz große Erfolg ausblieb, kann die Mannschaft auf einen starken Auftritt zurückblicken. Der Finaleinzug und der intensive Kampf gegen direkte Ligakonkurrenten unterstreichen das Potenzial des Teams. Gleichzeitig zeigte das Turnier, wie eng die Mannschaften auf diesem Niveau beieinanderliegen und wie entscheidend Kleinigkeiten in den entscheidenden Momenten sein können.